Site Network:

News

Wer spart, der kriegt

Seehofers Strompreis-Konzept

Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer will sparsame Stromkunden mit einem vergünstigten Basistarif belohnen. Er wolle bis Ende des Jahres ein entsprechendes Angebot für die Verbraucher vorlegen, sagte Seehofer in Berlin. Der "Bild"-Zeitung sagte er: "Wir prüfen die Einführung eines einheitlichen Stromspartarifs."

Jeder Kunde solle eine bestimmte Menge Kilowattstunden zu einem besonders günstigen Basistarif bekommen. Dieser sei unter anderem abhängig von der Zahl der Personen im Haushalt. "Wer dann mehr Energie verbraucht, soll auch deutlich mehr zahlen, und wer Strom spart, wird belohnt", sagte Seehofer.

"Anreize zum Sparen schaffen"

Seehofer betonte, er wolle nicht die Preise diktieren, sondern in der "sozialen Frage der Energietarife" Anreize zum Sparen schaffen - sowohl bei den Ausgaben als auch beim Verbrauch. Beim "Mega-Thema" Energie müsse auch an den Strukturen etwas geändert werden. Auf welchem Wege die Verbraucher entlastet und ob die Energie-Konzerne mit ins Boot geholt werden können, werde derzeit geprüft, hieß es.

Zum vollständigen Artikel

Telekommunikation: Verwirrung im Tarifdschungel - Kunden haben Durchblick verloren

ne-na.de/Telekommunikation: Verwirrung im Tarifdschungel - Kunden haben Durchblick verloren Frankfurt am Main/Düsseldorf, 21. August 2008 - Fast täglich werden deutsche Verbraucher mit verlockenden Tarifangeboten für Handy, Festnetz und Internet konfrontiert. Die Anbieter werben mit immer günstigeren Preisen und vermeintlich kostenlosen Zusatzleistungen und Geschenken. Das verwirrt die meisten Kunden: Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger haben den Überblick im Tarifdschungel verloren. In der Generation 60+ fällt es sogar rund 70 Prozent der Befragten schwer, sich im Tariflabyrinth zu Recht zu finden. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage von PricewaterhouseCoopers (PwC) http://www.pwc.de. ,,Die Vielzahl der Tarife und Sonderaktionen sorgt nicht zwangsläufig für mehr Wechselbereitschaft beim Kunden. Viele Kunden bleiben lieber ihrem Anbieter treu, als sich mit dem Tarifwirrwarr auseinanderzusetzen", so Dr. Arno Wilfert von PwC. Die Umfrage unter 1003 Telekommunikationskunden belegt, dass sich fast vier von fünf Befragten kaum oder sogar überhaupt nicht für neue Tarifangebote interessieren. Knapp 60 Prozent wollen an ihren Verträgen auch gar nichts ändern, und ebenso viele Befragte waren in den vergangenen drei Jahren immun gegen die Lockungen der Anbieter. Sie haben weder ihren Festnetz- noch ihren Handy- oder Internet-Anbieter gewechselt. ,,Da helfen auch die täglichen Call Center-Attacken der TK-Anbieter nicht weiter, um den Kunden mit halbseidenen Angeboten zu überrumpeln und ihm teure Verträge aufzuschwatzen. Das führt im Endergebnis noch zu einer höheren Verärgerung der Verbraucher", so die Erfahrung des ITK-Fachmanns Udo Nadolski, Geschäftsführer von Harvey Nash http://www.harveynash.com/de in Düsseldorf. Nach der PWC-Umfrage scheuen viele Befragte einen Anbieterwechsel, weil sie negative Erfahrungen mit bisherigen Vertragsänderungen gemacht haben. Jeder Dritte stellte nach dem Wechsel fest, dass das vermeintliche Schnäppchen im Vergleich zu Konkurrenzangeboten zu teuer war. ,,Die Praxis zeigt, dass es vielen TK-Unternehmen nicht gelingt, ihren Werbesprüchen gerecht zu werden. Sie schlagen sich anscheinend lieber in ihre Kundendienst-Abteilungen mit den Auswirkungen und Symptomen schlecht konzipierter Produkte und Services herum und betätigen sich in der Brandbekämpfung, ohne die Ursachen wirklich zu beheben", weiß Bernhard Steimel, Sprecher der Voice Days http://www.voicedays.de und TK-Marketingexperte der Beratungsfirma Mind Business Consultants. Er hat die Servicekultur im hart umkämpften Telefonmarkt kritisch unter die Lupe genommen: ,,Besonders bei den Festnetzanbietern bekommt man zuweilen den Eindruck, dass sie alles tun, um möglichst viele Servicevorfälle zu generieren." Schlechte Erreichbarkeit, unzureichend geschultes Hotline-Personal, Tarifdschungel und abmahnfähige Geschäftsbedingungen führt er als Beispiele für schlechte Serviceerlebnisse an. ,,All das führt schnell zu Kundenfrust.

Zum vollständigen Artikel

Behinderte erhält nach Unfall Geld für Hausbau

Das Landgericht Münster (Az. 2 O 268/06) hat einem Unfallopfer 266 000 Euro zugesprochen, um ein behindertengerechtes Haus bauen zu können, berichtet das Anwälte-Netzwerk Eurojuris. Die Versicherung des Unfallverursachers muss sich mit dieser Summe an einem behindertengerechten Neubau beteiligen, der insgesamt 680 000 Euro kostete.
Die Versicherung wollte anfangs nur 65 000 Euro zahlen.
Die Klägerin war als Zweijährige durch einen Verkehrsunfall so schwer verletzt worden, dass sie ihr Leben lang auf die Hilfe Dritter angewiesen ist. Sie ist querschnittgelähmt und benötigt einen Spezialrollstuhl. Ihre Mutter und eine Schwester kamen bei dem Unfall ums Leben.
Die zum Unfallzeitpunkt von der Familie bewohnte Wohnung war nicht behindertengerecht. Eine Ersatzwohnung wurde - selbst mit Hilfe der Versicherung - nicht gefunden. Schließlich entschloss sich der Vater des behinderten Kindes zu einem Neubau. Das Gericht sah ein Pflegebad, ein Betreuerschlafzimmer, eine Betreuertoilette, einen Therapieraum, einen Abstellraum für Therapiegeräte, einen Aufzug sowie die anteilige Vergrößerung von Fluren, Küchen und des Dachbodens in dem Neubau für geboten.

Zum vollständigen Artikel